Familienaktivierung

Die Familienaktivierung ist ein Kriseninterventionsangebot für Familien und Alleinerziehende mit Kinder(n) unter 18 Jahren, die aufgrund einer akuten oder schleichenden Destabilisierung in eine schwerwiegende Krise geraten sind.

Kennzeichnend für diese Krisen ist, dass die Familien die zu bewältigenden Aufgaben aus eigener Kraft nicht mehr leisten können. Hierzu gehören die Erziehungsaufgaben, wenn daraus eine Gefährdung der Kinder zu entstehen droht, die eine Fremdunterbringung (Inobhutnahme) notwendig machen könnte.


Familienaktivierung für Familien und Alleinerziehende mit Kindern

Eine Familienaktivierung führt zu folgenden Ergebnissen:

  1. Häufig kann mit und für die Familie ein Plan für den Verbleib des Kindes/der Kinder erarbeitet werden: Kurz-, und mittelfristige notwendige Veränderungen werden aufgezeigt und der Weg der Umsetzung aufgezeigt.
  2. Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) bekommt auf seine Fragen an die Familie („den Fall“) Informationen, die ihm effektive Entscheidungen ermöglichen
  3. Da häufiger Fremdunterbringungen mit Hilfe der „Familienaktivierung“ vermieden werden können, folgt eine Reihe von positiven Effekten:
    • die Familie bleibt zusammen,
    • kostenintensive Maßnahmen können vermieden werden,
    • anschließende Hilfen werden ziel-, und passgenau installiert.

Die Familienaktivierung wird durch das Jugendamt verfügt und beauftragt. Die Dauer beträgt 4 Wochen, in Ausnahmefällen ist eine Verlängerung von max. 2 Wochen möglich. Das Angebot kommt dort zum Einsatz, wo die Frage nach dem Verbleib oder der Fremdunterbringung von Kindern zu klären ist.

Für den Fall, dass der Verbleib in der Familie oder bei den Alleinerziehenden gegeben ist, klären die Familienhelden die genauen Bedingungen hierfür ab und erarbeiten Vorschläge für (eventuelle) weiterführende Hilfen.